Obvara – Raku im Sauerteigmantel

195,00

„Raku im Sauerteigmantel“ – Obvara-Workshop
Freitag, 29. Oktober, 15:00 – 20:00 oder Samstag, 30. Oktober, 15:00 – 20:00 mit Helene Kirchmair

Obvara ist ein Einbrandverfahren, spannend und spielerisch. Die Technik ist bei uns relativ unbekannt, sie kommt aus der Gegend Belarus und wurde im 12. Jhdt. zur Abdichtung von Keramik eingesetzt, um aus Gefäßen essen und trinken zu können. Heute finden so dekorierte Gegenstände nicht mehr im Gebrauch, sondern als Dekor -und Kunstobjekte Verwendung. 

Man erkennt Obvaraobjekte an besonderen Charakteristika: Texturierte Oberflächen mit lebhaften Musterungen in Weiß, Braun und Schwarz. Auf glatten, polierten Oberflächen erinnern die Zeichnungen an Flechten, Bewuchs, Wolken oder sogenannte „ghost patterns“.

In diesem Kurs lernst du das experimentelle Brennverfahren aus Weißrussland kennen. Anhand von Beispielen und Proben zeigen wir dir was mit Obvara alles möglich ist. Du lernst was du brauchst, um dir selbst aus einer Tonne einen Gas-Brennofen zu bauen. Wir besprechen die Rezeptur des Sudes, in dem wir später die Stücke tauchen, um so die besondere, sehr organische Oberfläche entstehen zu lassen. 

Bitte bringe zu dem Kurs kleinere, geschrühte Stücke (egal ob funktionell oder freie keramische Arbeiten) mit. Sie sollten aus schamottierter (mit ca. 40% Schamottanteil) wenn möglich heller Masse gefertigt sein. Besonders schön wird das ghost pattern auf polierten, verdichteten Oberflächen. Material- und Brennkosten sind im Kurs inbegriffen.

Es wird auch draußen gearbeitet werden. Bitte behalte vorab die Wettervorhersage im Auge und ziehe dich dementsprechend passend an, rutschfeste Schuhe inklusive!

Über Helene:

Helene Kirchmair wurde 1981 geboren, lebt und arbeitet in Tulfes/Tirol. Arbeitserfahrungen bei verschiedenen Töpfern in Schottland motivierten sie 2011 zu einer Ausbildung an einer Keramikschule in Deutschland und einem Gaststudium am Institut für künstlerische Keramik und Glas der Fachhochschule Koblenz. Wieder zurück in Österreich hat sie sich 2015 ihr eigenes Studio eingerichtet. 

Ihre Arbeiten sind international in Ausstellungen und Sammlungen vertreten und wurden bei renommierten Wettbewerben mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Teilnahmen an Artist-in-Residence-Aufenthalten und Symposien folgten.

Helene Kirchmair kombiniert bei ihren konzeptionellen Arbeiten und Unikatobjekten unterschiedliche Materialien, Ready-mades und andere Medien mit Keramik, die aber stets vorherrschendes und bevorzugtes Material bleibt. Das meist triviale Objet trouvè wird nicht imitiert, sondern durch Ortswechsel und Material-Transformation umgewandelt, und wird so zum individuellen Objekt und keramischen Unikat. Sie nimmt Dingen ihre angestammte Funktion, durch ihre neue Funktion erhalten die Gegenstände eine komplett neue Wertigkeit und werden in einen neuen Zusammenhang gerückt. Gespielt wird mit Sein und Schein. Mit Sinn und Unsinn.

Oft komplettieren grafische Arbeiten – wie Zeichnungen, Fotografien oder Radierungen die keramischen Objekte.

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Zusätzliche Informationen

Termine

29. Oktober 15:00 – 20:00, 30. Oktober 14:00 – 19:00

Volkertplatz 15 1020 Wien +43 660 1539 586 hello@rami-ceramics.com Dienstag 9 - 20 // Mittwoch 9 - 18 // Donnerstag 9 - 18 // Freitag 9 - 20 // Samstag 13 - 18
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